Technikinventar weiter ausbauen

Eine gute Stocktechnik ist elementar für das Eishockey-Spiel. Deswegen muss auch der Fokus in der Ausbildung auch im Grundlagentraining auf diesem Können liegen. Der sukzessive Aufbau eines "Stocktechnik-Inventars" wird in dieser Altersstufe weiter vorangetrieben.

Die Spielerin bzw. der Spieler soll ein immer besseres  „Gefühl“ für den Schläger und das Spielgerät, den Puck, entwickeln.


Basisfertigkeiten Stocktechnik

  • Die Fertigkeiten bauen aufeinander auf und sollen eine Übersicht für eine mögliche Progression darstellen. Es müssen aber nicht zwangsweise alle Fertigkeiten einer Stufe in „Feinform“ beherrscht werden, bevor zur nächsten Stufe übergegangen wird.
  • Durch die „Konfrontation“ der Spieler mit vielen Bewegungsmustern wird ihr Repertoire und Technikgefühl erweitert und es entstehen später keine Limitierungen.
  • Der zeitliche Rahmen der Progression ist natürlich stark von den jeweiligen Gegebenheiten innerhalb und außerhalb der Mannschaft abhängig (Eiszeit, Trainings pro Woche, Homogenität der Mannschaft usw.) und kann nur vom Trainer vor Ort abschließend beurteilt werden.
  • Auch sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Freude am Eishockeysport weiterhin oberste Priorität hat und von dem Trainer/der Trainerin maßgeblich beeinflusst werden kann. Ein abwechslungsreiches, gut geplantes und an die jeweiligen Bedürfnisse der Mannschaft angepasstes Training ist ein wichtiger Faktor: Hier wird der Grundstein für den Verbleib der Kinder in unserer Sportart gelegt.
  • Die „STS-Methode“ („Spielen-Trainieren-Spielen“) ist ein guter Leitfaden, um das Wesentliche, nämlich das Spiel, nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Kleinfeldspiele sind auch beim Erlernen von technischen Inhalten das Mittel der Wahl und ständig im Training einzusetzen.

Grundlagen

  • Schläger-Eigenschaften

    Grundsätzlich sollten altersgerechte Schläger verwendet werden. Die Proportionen der Schläger sind dabei an die Größe der Spieler angepasst: Die Schlägerlänge sollte maximal bis zur Nasenspitze, optimal bis auf Höhe des Mundes, minimal bis zum Kinn reichen, wenn der Spieler auf seinen Schlittschuhen steht.

    Schläger gibt es in den Größen Youth, Junior, Intermediate und Senior – bei einzelnen Herstellern sind sogar noch Zwischengrößen zu beziehen.

    Zum Erlernen moderner Pass- und Schusstechniken, ist es wichtig, dass die Schläger neben der passenden Größe auch die passende Härte (Flex) haben. Es ist besser, einen zu weichen als einen zu harten Schläger zu spielen.

  • Schlägergriff

    Die Griffweite sollte ungefähr Schulterbreite oder Unterarmlänge betragen. Die obere Hand ist fest am Schlägerende (Hammergriff, V-Griff), die untere Hand ist bereit zum Aufwärts- oder Abwärtsgleiten am Schaft.

  • Grundposition

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    Die Spieler halten den Schläger vor dem Körper. Ellenbogen und Arme sind frei und weg vom Körper (insbesondere die obere Hand). Sprunggelenk, Kniegelenk und Hüftgelenk sind gebeugt.

    Wenn der Spieler den Puck bewegt, ist es erforderlich, die Handgelenke immer zu beugen und zu strecken bzw. zu rotieren. Das Schlägerblatt deckt den Puck ab und führt zu einer sicheren Kontrolle über den Puck.

    Durch die starke Einbeziehung der Handgelenke ist die Unterarm- und Griffkraft eine wichtige Voraussetzung für eine gute Stocktechnik (s. auch Motorik/Athletik).


Puckführung/Finten

  • Den Puck sicher führen

    Eine gute, sichere Puckführung (die in Deutschland oft verwendete Begriffe sind: „Dribbeln“ und „Mischen“) ist die Basis für die Täuschungen/Finten. Das Puckführen soll dabei effektiv und zielführend sein und nicht um seiner selbst willen geschehen.

    Das Spiel gegen den Gegner (Zweikampf, meistens 1 gegen 1) ist für einen jungen Spieler eine der wichtigsten Fähigkeiten, die es zu meistern gilt.
    Die Spieler sollen wissen, wann der Gegner mit einem Pass oder im Zweikampf zu schlagen ist.

    Der Zweikampf wird gesucht, wenn kein Mitspieler anspielbar ist. Die jungen Spieler sollen sich dafür eine breite Basis von Täuschungen aneignen.

    Wichtige Teile einer Finte sind:

    • Timing: Die Täuschung muss rechtzeitig eingeleitet werden (nicht zu früh und nicht zu spät)!
    • Täuschung: Antäuschen eines Richtungswechsels, Schusses oder Passes!
    • Richtungsänderung: Der Puck muss seine Bahn verändern!
    • Beschleunigung: Nach der Puckbewegung sofort beschleunigen!
    • Puckkontrolle: Der Puck muss nach der Finte unter Kontrolle sein!
  • Basisbewegungen

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    Folgende Bewegungen stellen das Grundgerüst für die Puckführung:

    • kurzes Dribbeln vorne
    • kurzes Dribbeln seitlich
    • weites Dribbeln vorne
    • weites Dribbeln seitlich
    • weites Ziehen vorne von rechts nach links
    • weites Ziehen seitlich von hinten nach vorne
  • Basiskörpertäuschungen

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    Der DEB bevorzugt die folgenden grundlegenden Finten zur Körpertäuschung:

    • Front-Fake right/left
    • Double-Front-Fake right/left
    • Side-Fake
    • Gretzky-Move
    • Schuss-/Pass-Fake
    • Pull-in-Move / Toe Drag
    • Alfie’s-Move
    • Under-the-Stick right/left
  • Trockentraining

    Für die Puckführung kann ein großer Teil auch „off-ice“ trainiert bzw. als flankierende Maßnahme die Zeit neben, vor oder nach den Eiszeiten genutzt werden.

    Als Puckersatz dienen entweder spezielle Stickhandling-Bälle, „Green Biscuit“ oder eine Holzkugel als kostengünstigere Variante.


Passen

  • Grundsätzliche Methodik
    • Strukturieren und festigen bedeutet jetzt, immer mehr auf die Techniken im Speziellen einzugehen.
    • Auf saubere und präzise Ausführung achten und diese auch einfordern.
    • Eine hohe Wiederholungszahl ist weiterhin erforderlich, damit die Techniken erlernt werden und sich festigen können.
    • Paarweises Passen und Stationstraining sind gute Organisationsformen für das Pass-Training.
       

    Immer zu beachten ist:

    Rückhand passen: Es sollte nicht der Fehler gemacht werden, Techniken im frühen Alter auszuschließen, damit die jugen Spielerinnen und Spieler in entsprechenden Spielsituationen lernen, mit dem Druck umzugehen. Rückhand passen sollte also immer Bestandteil des Trainings sein!

    Schlechte Pässe annehmen: Auch Pässe, die nicht genau auf den Schläger kommen, sollten unter Kontrolle gebracht werden können:

    • Schläger mit einer/beiden Händen weit ausstrecken für Pässe, die zu weit entfernt vom Körper gespielt werden.
    • Mit der unteren Hand nach unten rutschen und die obere Hand nach oben führen für Pässe, die nah am Körper gespielt werden.
    • Lernen, Pässe auch mit den Schlittschuhen mitzunehmen.
    • Den Schläger nach hinten bringen und den Puck zu den Schlittschuhen oder nach vorne lenken für Pässe, die hinter den Körper gespielt werden.
  • Techniken

    Pässe in der Bewegung akkurat abgeben und annehmen, schnellstmöglich und auch unter Druck spielen zu können ist das Ziel im Grundlagentraining. Dazu muss der Schwerpunkt darauf gelegt werden, die Passabgabe/-annahme getrennt von der Bewegung der Beine auszuführen.

    Die bereits im am Ende der Basisschulung begonnene Push-Pull-Passabgabe muss jetzt gefestigt werden.

     


    Gezogener Pass Vorhand mit Push-Pull-Bewegung und Abgabe

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    • Zu Beginn zeigen die Schlittschuhspitzen zum Partner.
    • Die obere Hand wird nach vorne gebracht.
    • Die untere Hand befindet sich im Bereich neben der Hüfte.
    • Der Puck liegt am Schlägerblatt neben dem Schlittschuh.
    • Blick nach vorne und Kommunikation mit dem Passempfänger
    • Die obere Hand zieht zum Körper und die untere Hand schiebt den Puck in Richtung Ziel.
    • Das Schlägerblatt wird in die gewünschte Richtung weitergeführt.
  • Trainingsaufbau Passen

    Das gilt es für das Passen im Training zu beachten:

    Auf altersgerechte Schläger bei den Kindern achten (z. B. auf die Länge, den Flex)!


    Organisation des Trainings

    • Eine hohe Wiederholungszahl zu realisieren, ist das Ziel bei der Organisation des Techniktrainings, gewährleistet durch Frontaltraining oder Stationstraining. Übungen über die ganze Eisfläche sind nur dann sinnvoll, wenn dabei eine hohe Wiederholungszahl erreicht werden kann.
    • Das passendes Timing üben: richtiger Zeitpunkt, richtiger Ort
    • Die Kommunikation fordern und fördern.
    • Die Geschwindigkeit der Abläufe sukzessive erhöhen.
    • Die Komplexität immer mehr erhöhen: Passen durch "Verkehr" und mit unterschiedlichen Variationen (z. B. Chaosübungen).
    • Den Druck weiter erhöhen, in der Gruppe mit leichtem/moderatem/hohen Druck passen, z. B. Puckbesitzspiele.


    Immer eine gute Technik und Präzision einfordern!

    Ist eine gute Technik und Präzision nicht gegeben, sollte in der Methodik wieder einen Schritt zurück gegangen und mit weniger Tempo, Komplexität oder Druck trainiert werden. Jeder Trainer sollte sich im Vorfeld des Trainings über Regressionen und Progressionen einzelner Übungen im Klaren sein.

  • Trainingsformen zum Passen

    Passpendel

    • Immer mit 2 bis 3 Schritten aus dem Lauf passen.
    • Dem Pass folgen und bei der nächsten Gruppe anstellen.
    • Zunächst wird nur in den Stand gepasst.
    • Für Fortgeschrittene: Im Rückwärtslauf den Puck annehmen, in den Vorwärtslauf gehen und
    • nach 2 bis 3 Schritten passen.

    Variationen
    • Escape-move nach Annahme und mit der Vorhand passen
    • Zur Rückhand drehen und mit der Rückhand passen
    • gehobene Pässe

    Schwerpunkte
    • Zur Annahme Ellbogen und Hände vom Körper entfernt, Schläger auf das Eis und mit dem Passempfänger kommunizieren (zurufen).
    • Obere Hand dreht den Schläger, damit das Dach geschlossen ist, und nur kurz „nachfedern“.
    • Für die Abgabe die obere Hand nach vorne nehmen und vom Körper entfernen, die obere Hand zieht und die untere Hand schiebt den Puck Richtung Ziel
    • Dem Pass immer schnell folgen.

    Kreispassen mit Abschluss

    • 1 läuft einen Kreis, immer mit Blickkontakt zu 2 bzw. 3.
    • 1 bekommt Pass von 3 und passt zu 2, 2 passt zu 1 zurück und 1 dann wieder zu 3.
    • Nach zwei Kreisen mit Pässen zu 2 und 3 läuft 1 für einen Abschluss zum Tor.
    • Mit der Vorhand und der Rückhand passen.
    • Nur mit der Vorhand passen.

    Passen | Direktpässe

    • 1 startet rückwärts und bekommt einen Pass aus der Ecke, spielt diesen direkt zurück und der Spieler in der Ecke wieder zu 1.
    • 1 läuft und passt zu 3, 3 direkt zu 1 und 1 direkt zu 3.
    • 1 läuft um den Reifen und bekommt einen Pass von 3, 1 spielt zu 2 und bietet sich an.
    • Der letzte Pass geht von 2 zu 1 und 1 schießt auf das Tor.

    Schwerpunkte
    • Hände weg vom Körper
    • Touchpässe
    • Zum Passen das Blatt flach auf dem Eis führen.
    • Kommunizieren: zurufen

    Passen | Timing

    • Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um einen Pass anzunehmen, muss trainiert werden.
    • Damit auch hier nicht zu lange Standzeiten entstehen, sollten Timing-Übungen auch in Stationen oder auf dem halben Eis durchgeführt werden.
    • Wenn die Kinder das passende Timing im kleinen Feld erlernt haben (Blickkontakt zum Partner/Puck, Geschwindigkeit anpassen, verzögern bzw. zum richtigen Zeitpunkt beschleunigen), können sie dieses auch im Spiel auf der großen Fläche umsetzen.

    3-Stationen-Timing
    • Immer eine gute Passqualität einfordern.
    • Hände weg vom Körper, "push/pull".
    • Wenn möglich, auch Rückhandpässe einbauen.
    • Blick zum Partner/Puck!
    • Geschwindigkeit anpassen, im vorgegebenen Raum (gelb) soll der Puck angenommen werden.

Schießen

  • Grundsätzliche Methodik
    • Strukturieren und Festigen bedeutet jetzt, immer mehr auf die Techniken im Speziellen einzugehen.
    • Auf saubere und präzise Ausführung achten und diese auch einfordern.
    • Eine hohe Wiederholungszahl ist weiterhin erforderlich, damit die Techniken erlernt werden und sich festigen können.
    • Passen gegen die Bande und Stationstraining sind gute Organisationsformen für das Schuss-Training.
       

    Immer zu beachten ist:

    Nachschuss, abfälschen und Sicht des Torhüters nehmen
    • Abfälschen im Stand und aus der Bewegung
    • Vorhand und Rückhand flach und hoch und auch aus der Luft
    • Hand-Augen-Koordination
    • Paarweise an der Bande üben.
    • in den Stationen mit einbauen, Spieler vor den Torhüter nach Abschluss
     
    Schießen für den Nachschuss
    • Demonstrieren, wie der Puck vom Torhüter abgewehrt wird bzw. springt.
    • Winkelschüsse im Stationstraining mit zweitem Spieler zum Tor für den Nachschuss
     
    Gute Angewohnheiten früh beginnen
    • immer vor dem Tor bremsen
    • immer bereit sein für den Nachschuss
    • zweite Aktionen mit einbauen (Pass für zweiten Schuss oder abfälschen)
  • Techniken

    Handgelenkschuss kurz gezogen (Wrist shot)

    • Tiefe Position: Knie-, Sprung- und Hüftgelenk gebeugt
    • Blick zum Ziel
    • Untere Hand rutscht etwas nach unten, fester Griff.
    • Puck beginnt nahe der Ferse des Schlägerblatts und beim, oder etwas hinter dem hinteren Schlittschuh.
    • Bei der Bewegung nach vorne den Körper Richtung Ziel rotieren.
    • Druck auf den Schläger
    • Obere Hand zieht zum Körper, untere schiebt Richtung Ziel.
    • Durchschwingen: Das Schlägerblatt zeigt zum Ziel und das Handgelenk drehen, letzter Druck mit der Schlägerspitze.
    • Für einen flachen Schuss endet das Blatt weiter unten und das Handgelenk wird stärker gedreht.
    • Für einen hohen Schuss höher folgen und das Handgelenk weniger drehen.

    Zweikontaktschuss

    • Tiefe Position: Knie-, Sprung- und Hüftgelenk gebeugt
    • Blick zum Ziel
    • Schläger ausgestreckt, Puck beginnt entfernt vom Körper
    • Obere Hand dreht das Schlägerblatt und die Spitze zieht den Puck Richtung Körper.
    • Untere Hand rutscht nach unten und greift dann fest zu.
    • Blatt etwas hinter den Puck bringen und eine kurze Schlagbewegung aus dem Handgelenk ausführen.
    • Druck auf den Schläger, um den Flex des Schlägers zu nutzen.
    • Obere Hand zieht zum Körper, untere schiebt Richtung Ziel.
    • Durchschwingen: Das Schlägerblatt zeigt zum Ziel.
    • Durch die Positionsverlagerung des Pucks ist der Torhüter zu einer Anpassung gezwungen.

    Flexschuss (push-pull)

    • Der Flexschuss ist für den Schuss aus vollem Lauf geeignet.
    • Die Spieler sollen lernen, den Flex des Schlägers für den kurz gezogenen Schuss zu nutzen.
    • Vorwärts laufen, die Beine in Bewegung halten.
    • Obere Hand vom Körper entfernt.
    • Untere Hand im Bereich der Hüfte belassen.
    • Puck hinter dem Körper.
    • Druck auf den Schläger.
    • Untere Hand zieht, obere schiebt.
    • Durchschwingen: Die Schlägerspitze zeigt zum Ziel.
    • Unteres Handgelenk drehen.
    • Puck hinter dem Körper.

    Handgelenkschuss kurz geschlagen

    • Tiefe Position: Knie-, Sprung- und Hüftgelenk gebeugt
    • Blatt 5 bis 7 cm hinter den Puck führen.
    • Untere Hand ist fest.
    • Kurze Schlagbewegung aus dem Handgelenk.
    • Durchschwingen: Die Schlägerspitze zeigt zum Ziel.

    Schlagschuss

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    Bei der Ausholbewegung liegt der Puck etwas weniger als eine Schlägerlänge vor dem Körper und vor der Mitte zwischen dem vorderen und dem hinteren Fuß. Die untere Hand rutscht zur Mitte des Schlägerschafts. In der Schwungphase verlagert sich das Körpergewicht vom hinteren auf das vordere Bein und das Schlägerblatt schlägt kurz vor dem Puck auf das Eis und schwingt dann "durch den Puck". In der Endphase folgt der Schläger dem Puck und zeigt in die Richtung des Ziels.

    Schwerpunkte
    • Tiefe stabile Position: Knie-, Sprung- und Hüftgelenk gebeugt
    • Oberkörper über der Scheibe
    • Untere Hand fest
    • Etwa 5 bis 10 cm vor dem Puck auf das Eis schlagen, damit wird zusätzliche Energie durch den Flex des Schlägerschafts entwickelt.
    • Den Schwung vollständig durchführen.
    • Oberkörper zum Ziel rotieren.
    • Unteres Handgelenk drehen.
    • Das Schlägerblatt zeigt zum Ziel.

     

  • Trainingsaufbau Schießen

    Das gilt es für das Schießen im Training zu beachten:

    Auf altersgerechte Schläger bei den Kindern achten (z. B. auf die Länge, den Flex).


    Organisation des Trainings

    • Eine hohe Wiederholungszahl zu realisieren, ist das Ziel bei der Organisation des Techniktrainings, gewährleistet durch Frontaltraining oder Stationstraining. Übungen über die ganze Eisfläche sind nur dann sinnvoll, wenn dabei eine hohe Wiederholungszahl erreicht werden kann.
    • Das passende Timing üben: richtiger Zeitpunkt, richtiger Ort
    • Die Kommunikation fordern und fördern.
    • Die Geschwindigkeit der Abläufe sukzessive erhöhen.
    • Raum-, Zeit- und Gegnerdruck erhöhen.


    Immer eine gute Technik und Präzision einfordern:

    Ist eine gute Technik und Präzision nicht gegeben, sollte in der Methodik wieder einen Schritt zurück gegangen und mit weniger Tempo, Komplexität oder Druck trainiert werden. Jeder Trainer sollte sich im Vorfeld des Trainings über Regressionen und Progressionen einzelner Übungen im Klaren sein.

  • Trainingsformen zum Schießen

    Stationstraining: 6 Stationen à 7 min (45 min)

    • Station 1: Achterlauf, Blick immer zum Passspieler, annehmen und schießen, Vorhand und Rückhand
    • Station 2: Pass kommt von den Spielern unten neben dem Tor, annehmen, obere Hand nach vorne bringen, Schlittschuhspitzen zeigen zum Ziel, untere Hand schiebt nach vorne zum Ziel: Druck auf den Schaft bringen!
    • Station 3: Pass kommt von den Spielern von der Seite, Schlägerblatt zeigt nach vorne, annehmen und auf die Vorhand bringen, obere Hand nach vorne bewegen, Schlittschuhspitzen zeigen zum Ziel, untere Hand schiebt nach vorne zum Ziel: Druck auf den Schaft bringen!
    • Station 4: Puck unter dem Hindernis mischen und dann schnell und kurz gezogen schießen.
    • Station 5: Penaltyschuss
    • Station 6: Nachschuss/schneller Abschluss, Trainer oder Mitspieler spielt den Puck gegen die Reboundbalken, der Spieler im Slot muss den Puck schnell aufnehmen und schießen.

Aus der Praxis: Zwei Eis-Einheiten im Video