Beispiel für einen Trainingsplan für alle konditionellen Komponenten für die Altersklassen U9, U11, U13 und U15

An das biologische Alter angepasste athletische Ausbildung

Im Grundlagentraining steht eine vielseitige Schulung der motorischen Grundlagen im Mittelpunkt. Neben der Ausbildung und Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten sollten die Bereiche Mobilität/Stabilität, Kraft sowie Agilität/Schnelligkeit im Training Berücksichtigung finden. Die Ausdauer ist in dieser Förderstufe nur spielerisch zu entwickeln.

Detaillierte Trainingspläne für alle konditionellen Komponenten sind auf unserer Wissensplattform zu finden.


Koordinative Kompetenzen

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Während dieser Entwicklungsstufe wachsen Kinder/Jugendliche häufig sehr schnell, zudem wachsen die einzelnen Extremitäten oftmals in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die daraus resultierenden Veränderungen der Hebelverhältnisse der einzelnen Körperbereiche führen oftmals dazu, dass zuvor sicher beherrschte Bewegungen (bei veränderten Körpermaßen) plötzlich – und vor allem für die Kinder/Jugendlichen überraschend – nicht mehr sicher abgerufen werden können. Um dem entgegenzuwirken – bzw. die Übergangsphasen positiv zu begleiten –, ist eine stetige Koordinationsschulung unabdingbar; sie erleichtert darüber hinaus nicht nur das Erlernen der eishockeyspezifischen Techniken, sondern trägt auch zur Verletzungsprävention bei.


Kraft

Während noch in den 1970er- und1980er-Jahren die Empfehlungen zur körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen die Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit präferierten, sollte sich der inhaltliche Fokus zur körperlichen Aktivität zunehmend auf die Kraft verlagern. Ein Grund dazu könnte gewesen sein, dass früher noch ausreichend Kraft, aber unzureichende Ausdauerreize durch die Aktivitäten im Alltag von Kindern und Jugendlichen gegeben waren. Wohingegen heute körperliche Freizeitaktivitäten mit unterschiedlichen Kraftanforderungen wie Klettern, Hangeln, Drücken rückläufig sind.

Entsprechend müssen notwendige Kraftvoraussetzungen zur Bewegungsausführung, auch für Ausdauerbelastungen wie z. B. Laufen, durch ein entsprechendes Krafttraining entwickelt bzw. ausgebildet werden. Ein durch den Trainer angeleitetes altersgerechtes Krafttraining wäre demnach als Kompensation fehlender körperlicher Freizeitaktivitäten zu verstehen. Es würde die gesunde körperliche Entwicklung effektiv unterstützen – so gesehen, haben wir als Verantwortliche in den Eishockey-Vereinen einen gesellschaftlichen Auftrag.

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

In Anlehnung an die aktuellen Studien der Sportwissenschaft ist im Krafttraining von Kindern und Jugendlichen Folgendes zu beachten:

  • Krafttraining ist eine effektive Maßnahme zur Steigerung der Muskelkraft, d. h. der Maximal-/Schnellkraft sowie der Kraftausdauer. Die Wirksamkeit von Krafttraining scheint dabei alters-, geschlechts- und trainingsformspezifisch zu sein.
  • Krafttraining mit Freihanteln ist effektiver zur Verbesserung der Maximalkraft als Maschinentraining, Maschinentraining in Kombination mit Freihanteln, funktionelles oder Reaktivkrafttraining.
  • Krafttraining zeigt bedeutsam höhere Wirkungen auf sportartspezifische Leistungen bei Athletinnen und Athleten in der Jugend als bei Kindern.
  • Krafttraining zeigt bedeutsam höhere Wirkungen auf sportartspezifische Leistungen bei Athletinnen als bei Athleten.
  • Das konzeptionelle Modell zum Krafttraining im langfristigen Leistungsaufbau dient als Orientierung für die Trainingspraxis.
  • Effektive, voneinander unabhängig berechnete Dosis-Wirkungs-Beziehungen von Krafttraining zur Verbesserung der Maximalkraft im Nachwuchsleistungssport sind in einer Trainingsperiode: 
    23 Wochen Dauer, Trainingsintensität von 80 bis 89% des Einer-Wiederholungsmaximums, 5 Sätze pro Übung, 6 bis 8 Wiederholungen pro Satz, 3 bis 4 Minuten Satzpause | Voraussetzung für die Umsetzung dieser Belastungsparameter ist eine technisch einwandfreie Bewegungsausführung.

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

  • Krafttrainingsuebungen.pdfKrafttrainingsübungen (von Keiner, M., Hartmann, H. | Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst)3 MB

Schnelligkeit/Beschleunigung

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Um unsere YouTube®-Videos zum Thema sehen zu können, müssen Sie die Verwendung von Marketing-Cookies akzeptieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

In dieser Ausbildungsstufe dominieren vielseitige und spielerisch ausgerichtete Trainingsformen. 


Ausdauer

Ausdauertraining sollte im Kindesalter nicht (oder nur in sehr seltenen Fällen) nach der klassischen Dauermethode, wie sie meist im Erwachsenen-(Gesundheits-)Sport angewandt wird, ausgeführt werden. Vielmehr sollen Belastungsverträglichkeit und Ausdauerleistungsfähigkeit spielerisch entwickelt werden. 

Trainingsformen sind hier: 

  • Kleine Spiele, Wettkämpfe
  • Eishockeyspiele
  • im Freien (Sommertraining): Suchspiele, Orientierungsläufe mit koordinativen Zusatzaufgaben (unterschiedliche Geländeprofile nutzen!)

Handlungsschnelligkeit

Im Grundlagentraining sind zur Entwicklung der Handlungsschnelligkeit Spiel- und Übungsformen zu wählen, in denen die Spieler unterschiedliche Aufgabenstellungen lösen können und sollen. Hier sind Kleinfeldspiele bestens geeignet, in denen effektive Lösungsstrategien ausprobiert bzw. erlernt werden können. Dies sorgt für eine verstärkte Ausbildung von Situationswissen und Musterwiedererkennung.

Techniken sollen schnell ausgeführt werden können, d. h., die eishockeyspezifischen Techniken sollen unter dem Aspekt „schnelle Ausführung“ (z. B. Finten) optimiert werden. Es gilt aber: Die Ausführungsschnelligkeit darf nicht zu Lasten der Qualität gehen!