Alters- und entwicklungsgerechte Trainingsinhalte und Zielspiele sowie Leitlinien für die Betreuung und Anforderungen an den Trainer

Die Rahmentrainingskonzeption beschreibt in erster Linie einen inhaltlichen Leitfaden für die Ausbildung von Spielern, beginnend vom Kindereishockey über das Aufbau- bis hin zum Anschlusstraining. Sie ist insofern eine Orientierungsgrundlage für Trainer, die sich nicht auf Training und Spiel beschränkt. Für jede Ausbildungsstufe werden altersgerechte Trainingsinhalte und Spielerprofile sowie das jeweilige alters- und entwicklungsgerechte Zielspiel formuliert und darüber hinaus Leitlinien für die Betreuung der Spieler und Anforderungen an das jeweilige Trainerprofil berücksichtigt. Dazu ist es wichtig, dass der Trainer sein eigenes Handeln reflektiert, den Spieler als eigenständige Person betrachtet und die Werte, die über das Eishockeyspiel vermittelt werden können, nicht aus den Augen verliert.

Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen – ein athletenzentriertes Coachen ist unabdingbar!


Rolle des Trainers

Trainer in den Verbänden und unzähligen Vereinen des Deutschen Eishockey-Bundes sind für die (Weiter-)Entwicklung unserer Sportart von unschätzbarem Wert!

Ihr überwiegend ehrenamtliches, fachliches und soziales Engagement ist außerordentlich wertvoll und anerkennenswert. Sie sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit einer sinnvollen und gesundheitsfördernden Beschäftigung nachgehen können; im sozialen Bereich unterstützen sie die Spieler oftmals da, wo die Hilfsmechanismen innerhalb der Familie nicht mehr ausreichen. Generell ist Sport als größter Bildungsträger ohne ehrenamtliche, unbezahlte Mitarbeit schlicht unbezahlbar. Kurzum: Die Trainer sind Fachexperten, Zuhörer, Unterstützer, Wertvermittler und sozialer Kitt der Gesellschaft!

Alle Trainer tragen eine große Verantwortung für junge Menschen und deren Entwicklung.

Prävention sexualisierter Gewalt

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. lehnt jede Form von sexualisierter Gewalt strikt ab und wirkt aktiv an der Prävention und Bekämpfung sexualisierter Gewalt im Sport mit. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt und verabschiedet, das neben den vorhandenen Strukturelementen eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen bei allen Landessportverbänden und Nationalmannschaften vorsieht.

    Kontaktpersonen:

    Karl Schwarzenbrunner
    E-Mail: karl.schwarzenbrunner@deb-online.de

    Weiter Informationen und unabhängige Ansprechpersonen:

    https://www.deb-online.de/service/psg

    Informationen durch den DOSB:

    https://safesport.dosb.de/

    Umgang mit Vielfalt

    Weiter lehnt der Deutsche Eishockey-Bund e.V. jede Form von Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung entschieden ab. In seinem Programm „Hockey is Variety“ hat sich der DEB zum Ziel gesetzt, insbesondere allen Kindern ein freundvolles und erfolgreiches Erleben und Erlernen des Eishockeysports zu ermöglichen. Im Zuge dessen wird das Guidebook „Hockey is Variety“ vorgestellt, das, neben Zahlen, Fakten und Informationen zu Integration und Diskriminierung, auch integrative Methoden enthält, die in den Trainingsalltag eingebaut werden sollen. Die Übungen sensibilisieren für Vielfalt und lehren den respektvollen Umgang untereinander.

    Vielseitige Anforderungen

    Die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen betrifft aber nicht nur das soziale Miteinander, sondern auch die eishockeyspezifische Ausbildung. Viele Jungen und Mädchen, die mit Feuereifer und Ehrgeiz ihren großen Vorbildern nacheifern, fleißig trainieren und ihre Ziele verfolgen, vertrauen voll und ganz darauf, dass ihre Trainer sie mit den „richtigen“ Trainingsinhalten versorgen. Die RTK unterstützt daher alle Trainer und gibt Orientierung.  

    Als Trainer sind sie vielseitig gefordert: Neben der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz sind vielfach auch „Managerqualitäten“ gefragt, wenn beispielsweise zu wenige Eiszeiten und/oder Trainingsmöglichkeiten vorhanden sind. Hierbei kann es helfen, institutionenübergreifende oder auch abteilungsübergreifende Lösungen zu finden oder Kooperationen anzustreben (AGs, Sportabzeichen unterstützen oder erwerben etc.).


    Als Persönlichkeit wachsen

    Gleichgewicht zwischen Ausbildung (Schule) und Sport

    Sportler, die in Schule und Ausbildung erfolgreich sind, vollbringen auch im Sport bessere Leistungen. Die duale Karriere ist wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von jungen Sportlern.

    Lebenslanges Lernen

    Gesellschaft und (Spitzen-)Sport unterliegen einem permanenten Wandel. Junge Sportler müssen deshalb die Bereitschaft mitbringen, sich ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln. Voraussetzung dafür ist Offenheit für alles Neue. Trainer sind in dieser Hinsicht sowohl Vorbilder als auch Impulsgeber.

    Verantwortung

    Die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen, ist ein großes Ziel für junge Sportler. Sie hören auf, andere Umstände und Personen für die eigene Lage verantwortlich zu machen. Nur so sind sie imstande, Möglichkeiten zu erkennen und zu ergreifen, ihre eigene Situation zu verbessern.

    Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

    Sich selbst zu vertrauen, ist etwas anderes, als sich seiner selbst bewusst zu sein. Während Sportler ihren Talenten, Potenzialen und ihrer Intuition grundsätzlich vertrauen, ist ein umfassendes Selbstbewusstsein nicht angeboren, sondern entwickelt sich durch das positive und negative Feedback anderer.

    Lebensweise

    Ohne Energie keine Leistung: Das gilt vor allem für Sportler. Daher ist eine gesunde, vollwertige Ernährung besonders wichtig. Dazu gehören aber auch ausreichendes Trinken, ein regelmäßiger Mahlzeitenrhythmus und der Verzicht auf Genussgifte. Auch die Balance zwischen Belastung und Entspannung ist wichtig. Daher sind regelmäßige Regenerationsmaßnahmen unverzichtbar – wozu auch ausreichend Schlaf zählt.


      Werte vermitteln

      Eishockey ist „gespieltes Leben“. Alles, was Spielerinnen und Spieler benötigen, um im Wettkampf erfolgreich zu sein, brauchen sie auch im alltäglichen Leben. Die Orientierung an Werten ist dabei ein entscheidender Faktor, um (eigen-)verantwortlich zu entscheiden, nach welchen Maßstäben sie leben möchten:

      Respekt

      Unsere Gesellschaft ist geprägt durch das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Auch im Sport ist dies eine alltägliche Situation. Respekt, Toleranz und Akzeptanz Anderer sind Werte, die ein friedvolles Miteinander der Kulturen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen/Turnieren garantieren.

      Fairness

      Wer engagiert und zielstrebig trainiert, hat es nicht nötig, zu foulen, zu schummeln oder gar zu dopen. Fair Play beinhaltet dabei nicht nur das Einhalten der Spielregeln, sondern bezeichnet auch eine Haltung und Einstellung gegenüber (sportlichen) Gegnern.

      Begeisterung

      Begeisterung ist eine Energie, die alles in Bewegung bringt. Ohne Begeisterung ist Leistungsentwicklung nur schwer zu erzielen. Spielfreude und Begeisterung sind Voraussetzungen für unser Spiel.

      Teamgeist

      Teamgeist ist in einer Mannschaftssportart wie Eishockey unerlässlich. Wenn Spieler einer Mannschaft sich blind verstehen und vertrauen, sich gegenseitig unterstützen und das gleiche Ziel verfolgen, dann erreichen sie mehr als die Summe der Einzelleistungen. Dabei helfen folgende Merkmale:

      • mit anderen zusammenarbeiten
      • mit anderen reden
      • Konflikte lösen
      • sich in andere hineinversetzen (Empathie)
      • die eigene Person und das eigene Handeln reflektieren